Keratokonus

Keratokonus ist eine pathologische Veränderung der Hornhaut, bei der sich die Hornhaut fortlaufend kegelförmig vorwölbt. Dadurch entstehen unregelmässige Abbildungsfehler und Verkrümmungen der Hornhaut, welche mit einem Brillenglas nur bedingt korrigiert werden können und die Sicht oft stark eingeschränkt ist.

Kontaktlinsen bei Keratokonus

Nur mit speziellen quadrantenspezifischen formstabilen Kontaktlinsen kann bei mittlerem und fortgeschrittenem Keratokonus eine gute und stabile Sehleistung erreicht werden und gegenüber der Brille oft um ein vielfaches gesteigert werden.

Die formstabile Kontaktlinse in Kombination mit dem eigenen Tränenfilm zwischen der Linse und dem Auge gleichen Unregelmässigkeiten aus und ermöglichen wieder eine optisch saubere Abbildung und somit ein deutliches Sehen.

Komplexe Anpassungen bei Keratokonus sind unsere Spezialität. Die langjährige Anpasserfahrung in diesem Bereich mit den speziellen Kontaktlinsen-Geometrien für Keratokonus zeichnet unsere Fachkompetenz aus. Für die Anpassung stehen uns modernste Messgeräte und einige hundert Messkontaktlinsen vor Ort zur Verfügung. Kleine Änderungen zur Optimierung werden gleich Vorort in der Produktion von Falco Linsen AG durchgeführt.

Viele Betroffene haben dank unseren Kontaktlinsen wieder eine klare Sicht, trotz Keratokonus, gewonnen.

Keratokonus verdächtige Veränderungen am Auge:

  • Der Keratokonus tritt oft in der 2.-3. Lebensdekade auf
  • Zunahme der Kurzsichtigkeit innerhalb kurzen Zeiträumen
  • Hornhautverkrümmung verstärkt sich über die Monate und Jahre ungewöhnlich
  • Die Messung für die Brillengläser ist plötzlich schwieriger als früher
  • Die Sehleistung mit den besten Brillengläsern ist schlechter als in der Vergangenheit
  • Es werden oft Schatten und Lichtschweiffe gesehen
  • Auszuschliessen sind Veränderungen im inneren des Auges, Augenlinse, Glaskörper, Netzhaut, Sehnerv,…

Keratokonus muss in regelmässigen Abständen überwacht werden

Mit verschieden, routinemässigen Messmethoden wird im Linsencentrum überwacht und die Betroffenen werden in enger Zusammenarbeit mit den Augenärzten betreut.

Speziell bei fortschreitender Veränderung ist eine strenge Überwachung durch den Augenarzt wichtig. Es gibt heute eine bewährte Behandlungsmethode das Corneal-Cross-Linking (CXL), welche den Verlauf der Krankheit stoppen oder stark verlangsamen kann. Bei spätem Erkennen und stark fortschreitendem Keratokonus kann eine Hornhauttransplantation erforderlich sein.

Der Keratokonus kann aber auch in der 3.-4. Lebensdekade ohne Eingriff stoppen und in dieser Form (Form Fruste) unverändert und unbedenklich über die Jahre so bleiben. Je nach Verformung und Unregelmässigkeiten der Hornhaut kann jedoch hier mit Kontaktlinsen die Sehleistung verbessert werden.